Namenlos.

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Jana. So heisse ich 🙂 Und wenn ich mal die Bedeutung google, dann liest man da, dass Jana die Kurzform fĂŒr Johanna ist, was wiederum “Die Gottbegnadete” heisst. Meine Eltern fanden den Namen damals schön und sie kannten zusĂ€tzlich auch noch niemanden, der ebenfalls Jana hieß. Dass wenige Jahre spĂ€ter eine meiner besten Freundinnen auch eine Jana sein wĂŒrde, konnten sie ja nicht ahnen. Aber das fanden wir auch gar nicht schlimm und gaben uns einfach lustige Spitznamen. Ich mag meinen Namen und “er gehört zu mir”.  Nie habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich nicht lieber anders heißen wĂŒrde?

WorĂŒber ich mir jedoch schon seit der Kindheit Gedanken gemacht hatte war, wie meine Kinder spĂ€ter mal heissen sollten. Angelehnt waren diese Namen an meinen jeweils aktuellen Film- und Musikgeschmack und es waren ausschließlich MĂ€dchennamen – Jungs spielten in meinem “Ich werde mal Mama” Horizont lange keine Rolle. HĂ€tte ich mit 15 eine Tochter bekommen, hĂ€tte sie aller Voraussicht nach Taiwana-Justine oder Kimberly-LouAnne geheißen – wobei ich denke, dass mir damals jemand gut zugeredet hĂ€tte, dies noch einmal fĂŒr den “deutschen Markt” zu ĂŒberdenken.

Immer wieder wurden meine Namenslisten ĂŒberarbeitet, ergĂ€nzt oder es wurden Namen gestrichen.

Und dann trat SuperBabyBB in unser Leben. Und plötzlich wurde es Ernst mit der Namenssuche. Denn in 9 Monaten wĂŒrde ein kleiner Mensch nach einem Namen verlangen. Auf meiner Liste waren natĂŒrlich auch in den letzten Jahren immer mal wieder Namen gewandert – zu den MĂ€dchennamen waren tatsĂ€chlich auch ein paar Jungsnamen gekommen – doch dass diese Liste nun wirklich mal zum Einsatz kommen könnte…. “Könnte”, denn schließlich gab es auch noch einen Papa, der ein Wörtchen mitreden wollte.

Nicht viel zu reden gab es in Sachen MĂ€dchenname. Schon vor der Schwangerschaft wussten wir, wie eine mögliche Tochter einmal heißen wĂŒrde. Der Name fĂŒhlte sich von Anfang einfach richtig an und ich muss sagen, fĂŒr MĂ€dchen ist es auch einfach einfacher. GefĂŒhlt muss der Name schön klingen und das Bild, welches man vor Augen hat, muss passen. MĂ€dchennamen dĂŒrfen sich einfach schön anhören, Jungsnamen mĂŒssen viel mehr erfĂŒllen. Sie mĂŒssen gut klingen, wenn der Kleine noch ein Baby ist, aber auch dann, wenn er erwachsen ist. Er soll mĂ€nnlich sein, aber nicht konservativ, gebildet klingen aber nicht abgehoben, schön, aber nicht zu schön und weich. Hinzu kam, dass wir keinen Namen aus der aktuellen Top10 Liste wollten wie auch keinen Namen, aus dem man schreckliche Spitznamen hĂ€tte machen können. Oder eine langen Namen, von dem man immer nur die Kurzform rufen wĂŒrde.

Und so fĂŒllte sich die Liste der potentiellen Jungs-Namen nur sehr langsam. Ich durchforstete TopTen Listen aus dem Jahre 1900 in Österreich, Schweden und Co., schaute in Namensapps nach, las die AbspĂ€nne von Kinofilmen… und bat Freunde und Familie um Ideen. Aber kein Name fĂŒhlte sich 100 % an. Da wir jedoch bis zur 18. Woche nicht wussten, wer bald bei uns einziehen wĂŒrde, wurden wir aber auch nicht konkreter… es hĂ€tte ja auch ein MĂ€dchen werden können.

Und somit bekam der Bauch erst einmal einen “Arbeitstitel”. Ja… und dann erfuhren wir, dass wir einen kleinen Sohn erwarteten und somit wurde die Namenssuche auf einmal “echt”. Und ja, sie wurde wirklich zu einer Suche, denn wie schon oben beschrieben, gab es soviel zu beachten. Und wĂ€hrend wir suchten, nannte alle Welt unser kleines Wunder beim Arbeitstitel. Selbst Omas, Opas, Tanten, Onkel, Kollegen und Freunde – und wir natĂŒrlich auch.

Meine kleine Namensliste im Handy fĂŒllte sich nach und nach schleppend, aber noch immer fĂŒhlte sich kein Name richtig an. Und wie soll man jemandem einen Namen geben, den man noch gar nicht kennt? Und so beschlossen wir, bis zur Geburt zu warten und uns erst festzulegen, wenn wir den Kleinen persönlich begrĂŒĂŸt hĂ€tten.

Immer wieder wurden wir gefragt, wie das Baby denn heißen sollte, worauf wir nur antworten konnten: “Wenn wir das wĂŒssten. Wir haben Favoriten, aber  wir wollen unserem Sohn erst einmal tief in die Augen blicken und feststellen, was fĂŒr ein kleiner Racker er ist.” Wenigstens die Favoriten wollten sie wissen. Aber wir hatten uns darauf geeinigt, diese niemandem zu sagen. Denn letztendlich waren es drei Namen in der engsten Auswahl – und was, wenn uns diese Namen alle ausgeredet geworden wĂ€ren? Zu exotisch, zu Deutsch, kann man im Englischen nicht sprechen, so hieß mein Ex, so heißt mein Chef, so unser furchtbarer Nachbar… Und so lange wir noch nicht gefestigt waren, hĂ€tten wir uns davon vielleicht auch noch beeinflussen lassen und hĂ€tten dann ganz ohne Namen dagestanden.

Und dann kam das kleine Wunder auf die Welt. Wir waren schock-verliebt.. aber einen Namen hatten wir immer noch nicht. Wir sprachen ihn abwechselnd mit unseren Favoriten an… und konnten uns immer noch nicht festlegen. Sieben Tage hat man dazu ĂŒbrigens Zeit. Die erste “Baby ist da Meldung” an die Engsten ging noch mit dem Arbeitstitel raus.

Erst zwei Tage spĂ€ter, als ich mein Baby zum ersten Mal richtig in den Arm nehmen und lange anschauen konnte, fĂŒhlte sich einer der drei Namen einfach richtig an. Sein Name. Matteo Jonathan. Auch fĂŒr den Papa war es plötzlich der richtige Name. Und somit bekam unser Sohn 48 Stunden nach seiner Geburt feierlich einen Namen.

Baby name

Karte von Milestone Cards

Ich hoffe, dass er zufrieden damit sein wird und sich genauso wenige Gedanken zu seinem Namen machen wird, wie ich zu meinen. Matteo und Jonathan bedeuten ĂŒbrigens beide “Geschenk Gottes” – ein reiner Zufall, aber ein wirklich schöner, muss ich sagen. Und ein wahrer.

P.S. Noch heute wird er von manch einem aus der Gewohnheit heraus beim Arbeitstitel genannt… ich hoffe, bis zum Kindergarten ist der vergessen 😉

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