Jeden Tag die selbe Frage: Was esse ich heute?

Was esse ich heute? Diese Frage steht plötzlich jeden Mittag mitten in meiner Küche und schaut mich mit großen Augen an. Tja, was esse ich heute? Eine Frage, um die ich mir jahrelang in all den Mittagspausen, die ich mit meinen Kollegen verbracht habe, nie Gedanken machen musste. Wir haben einfach immer auswärts gegessen und da genügte ein Blick auf die Speisekarte, um mich zu entscheiden. Gekocht hat dann jemand anderes.

Jetzt als Mama Zuhause muss ich jedoch plötzlich selbst meine Gerichte planen, dafür einkaufen, sie kochen, später abwaschen… und das mittags oft auch für mich alleine. Der Liebste arbeitet und BabyBB hat (noch) andere Gelüste. Und so frage ich mich Mittag für Mittag: “Worauf habe ich Lust?” und im gleichen Atemzug: “Geht’s schnell?” Denn zum einen macht alleine kochen und dann auch essen nicht so viel Spaß, zum anderen nutze ich meist auch die Zeit, in der BabyBB schläft zum Kochen – und so ein Mittagsschlaf kann mal 20 Minuten dauern, mal 2 Stunden. Besser also, das Kochen geht schnell, das schafft man dann auch während eines kurzen Schläfchens. Wenn auch ich inzwischen gut mit BabyBB im Tragetuch kochen kann, so kocht es sich ohne “Anhängsel” doch schneller und besser…

Leider werden es gerade aufgrund des Kriteriums “schnell” mittags meist Nudeln, Gnocchi, Reis, Salate, selten mal Kartoffeln… – alles mit schnellen Saucen, Pesto, Käse, aber leider oft auch immer das Gleiche. Zu unkreativ bin ich im Supermarkt, zu wenige Gerichte sind in meinem “Schnell und aus dem Kopf kochen Repertoire” … Einen Stern kann ich damit nicht gewinnen. Auch nicht den Titel “Mama des Jahres”. Schon gar nicht an den Tagen, an den es tatsächlich mal ein TK-Baguette oder TK Flammkuchen ist, aber ich bin froh, dass die es dann doch nur ganz selten auf meinen Teller schaffen.

Gefreut hatte sich “mein Teller” jedoch erst vor Kurzem, als ich endlich mal wieder daran dachte, auf dem Bonner Marktplatz bei den Jungs von Cookit vorbeizuschauen, die passgenau Zutaten für tolle Gerichte verkaufen. Hier könnt ihr alles über die Idee nachlesen… Schon beim Bezahlen meines Zutaten-Tütchens für das Apfel-Maronen-Risotto freute ich mich auf das außergewöhnliche Gericht. Wieder mal eine Neuheit in meiner Küche. Etwas, was ich so wahrscheinlich nie gekocht hätte, geschweige denn für mich alleine. Maronen waren bislang noch nie Teil von einem meiner Einkäufe gewesen und auch einen Apfel hab ich noch nie in ein Risotto geschnitten.

Das Gericht

Teil des Packpapier-Tütchens waren ein Apfel, eine Schalotte, 40 g vorgekochte Maronen, ein Tütchen mit 100 g Risottoreis, 25 g Bauernkäse, 25g Mascarpone, 50 ml Weißwein, frischer Rosmarin und Gemüsebrühe. Zuhause parat halten musste ich nur noch Salz, Pfeffer, Zucker und Butter.

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Zuerst müsst ihr fleissig schnippeln – und zwar den Apfel, die Schalotte und die Maronen in Würfel. Dann wird ein TL Butter erhitzt, in diesem die Schalotten andünsten, dann den Reis und gehackten Rosmarin hinzugeben. Wenn der Reis leicht glasig ist, wird er mit Weißwein abgelöscht. Parallel könnt ihr schon 350 ml Gemüsebrühe erhitzen, mit der der Risotto Reis dann nach und nach versorgt wird – Kelle für Kelle.

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Auf einer anderen Platte im nächsten Schritt erst die Maronen 3- 4 Minuten anbraten, dann werden die Äpfel und 1/2 TL Zucker für 2 – 3 Minuten hinzugegeben, schließlich wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Wenn das Risotto von der Konsistenz her perfekt ist, werden noch Mascarpone, Bauernkäse und 2/3 des Apfel-Maronen-Mixes untergerührt. Schon ist das Meisterstück fertig 🙂 Den Rest des Apfel-Maronen-Mixes gibt’s als Krönung obendrauf. #nomnom

Der ganze Vorgang hat zwar über eine halbe Stunde gedauert – aber erstens braucht das Risotto einfach seine Zeit – in der man immer mal wieder umrühren & nachgießen muss – und zweitens hat die Aussicht auf so ein leckeres Essen die Zeit irgendwie “verkürzt”. Und ja, es war ganz schön lecker!!!

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So muss ich mich nun in Sachen Essen durch die Mittage schlagen 🙂 Und ja, es kommt noch manch ein Mittag, den ich alleine ohne Tischbegleiter verbringen werde. Doch irgendwann hab ich dann einen kleinen Brei-Freund neben mir sitzen 🙂 Und jetzt überlege ich schon einmal, was ich morgen koche *puh

MissBB kocht mit Cookit 1 & Teil 2 & Teil 3

Cookit – mitten auf dem Bonner Marktplatz: Hier gibt’s immer das aktuelle Menü.

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12 Comments

    • Schnell, gesund… das sind die Schlagwörter. So eine Schlemmertüten-Geschichte hatte ich vor über 2 Jahren mal getestet, als ich noch mitten im Job-Alltag war. Da war es ganz schön, aber abends habe ich dann doch nicht soviel gekocht. Aber Du hast Recht, vielleicht wäre das in der neuen Situation wieder einen Versuch wert.

      Liebe Grüße
      Jana

  • toll geschrieben 🙂 und das Gericht sieht super lecker aus! Finde die Idee von Cookit auch einfach nur klasse. Leider gibt es sowas bei mir hier nicht 🙁 und die Frage die sich bei dir Mittags stellt, taucht bei mir am Abend auf. Aber oftmals fahre ich direkt nach der Arbeit kurz beim Kaufmann vorbei und entscheide mich dann für etwas “einfaches” und wenn dann mal Besuch da ist freue ich mich total, mal wieder “richtig” zu 🙂
    Hab eine schöne Woche liebe Jana

    • Hallo Katharina,

      Dankeschön 🙂 schön, dass Dir das Lesen Spaß gemacht hat.

      Meist bin ich auch im Supermarkt auf Essensuche… nur geht da meine Kreativität vor lauter Angebot meist völlig flöten & ich greife zu Pasta und einer Sauce… Noch! 🙂 Ich will dran arbeiten!

      Liebe Grüße
      Jana

  • Cookit ist super! Ich habe nach Deinem ersten Beitrag vor einigen Monaten auch immer mal wieder dort vorbeigeschaut und schon leckere Sachen gekocht!

    Dankeschön 🙂

  • Noch eine weitere Idee, ein schnelles und leckeres Essen zu zaubern:
    Couscous-Salat ist schnell gemacht, weil der Couscous ja nur ein paar Minuten quellen muss und man ihn dann sofort zu einem Gericht verarbeiten kann. Ich bereite also den Couscous mit Gemüsebrühe zu und während er quellt, schnibble ich eine Paprika, eine Avocado, eine kleine Zwiebel und Minze klein. Das mischt man mit dem Couscous zusammen, fügt einen Schuss Olivenöl und Zitronensaft hinzu und würzt bei Bedarf nach und fertig ist der leckere Snack. Habe ich mal keine Minze im Haus oder habe sie im Supermarkt nicht bekommen, darf auch gern Petersilie rein. Überhaupt heißt es hier: Rein darf, was gefällt. Es ist ja ein ganz simples Gericht und es macht sich in vielen Kombinationen gut (aber ein Tipp: Die Avocado schmeckt in dieser Kombi besonders gut! Eine Alternative wäre aber zB Gurke). Die Minze gibt dem ganzen einen leicht orientalisch Touch, die Zwiebel machts würzig. 🙂

  • Hallo Jana,
    ein toller und inspirierender Post . Wie praktisch das Ganze mit dem Tütchen doch ist !
    Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn du immer mal wieder eine Kochidee/Rezeptidee auf dem Blog posten würdest 🙂
    Liebe Grüße nach Bonn !

  • Ich liebe ja Quiche.. die kann man immer so hervorragend nach seinen Wünschen zubereiten .. und meist mache ich mir eine große Form.. davon gibts zum Abendbrot ein Stück für den mann und mich, weil er nicht immer warm tagsüber isst.. und zum anderen lässt sich Quiche wunderbar wieder aufwärmen und schmeckt mir lauwarm noch besser als richtig heiß. Ich esse sie gern klassisch mit Lauch in Schinken, aber ich hatte auch schon mal Kürbis mit Wallnüssen und Blauschimmelkäse…der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt…

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