#Baby // Warum ich schon jetzt die Babyzeit vermisse

Gerade erst 7 Wochen alt, die MiniMiss, doch schon bin ich wehmütig. Wie kann das sein? Sind die Hormone Schuld? Oder ist das ein generelles Ding?

Wehmütig? Warum denn überhaupt?

Ich habe eben ein paar MissBB-eMails beantwortet und dabei auf die MiniMiss geschaut, die hier selig ganz eng an mich gekuschelt in der Trage schlummert. Zuvor war sie hundemüde schon auf meinem Arm eingeschlafen… aber ich hatte den falschen Zeitpunkt gewählt, um sie ins Bett zu legen und schon hatte sie mich mit ihren großen Augen wieder angeschaut. Da ich inzwischen weiß, dass sie ihren Schlaf am Morgen aber von Herzen herbeisehnt, habe ich sie nun einfach in die Trage gepackt. Und höre nun ihrem entspannten “Ich-schlafe-tief-und-fest-Atem” zu. Ich genieße es so sehr, sie bei mir zu haben. Noch mehr, als beim Babyboy, wenn ich das sagen darf. Aber nicht, weil ich hier ein Kind lieber hätte, als das andere. Nein, weil ich weiß, wie schnell die Zeit vergeht, wie schnell sie groß werden. Wie schnell Dinge vorbei sind. Und an wie wenig man sich erinnert. Wie wenig man Gefühle wieder abrufen kann. Heute kann ich sie noch ganz nah an mir tragen. Ihren Atem spüren, an ihrem Kopf schnuppern, sie küssen, und von oben in die Trage schauen, auf ihren leicht geöffneten Mund, auf das Stupsnäschen. Das kann ich auch noch morgen und übermorgen… aber irgendwann wird der letzte Tragetag gekommen sein. Irgendwann wird sie das nicht mehr brauchen oder zu schwer sein… oder einfach nicht mehr das Mini Baby.

Irgendwann werde ich nicht mehr über dem Bettchen stehen, am Wickeltisch oder wo auch immer sie liegt und die albernsten Laute von mir geben, um sie zu animieren, ihr erstes süßes Lächeln zu verschenken, erste Töne aus ihrem Mund zu schicken. Verzaubert davon sein, wie sie diese Dinge zum ersten Mal mit noch ganz viel Anstrengung macht. Ganz oft den Mund öffnet, bevor ein Laut rauskommt, dabei ganz schnell atmet und sich Arme und Beine wild bewegen. Wie kostbar noch so ein erstes Lächeln ist.

Und wie wunderbar es ist, mit meinem Mund ihren Kopf mit dem Babyflaum zu küssen, wenn sie da so in der Trage ist.

Babyzeit vermisse Mamablog

Irgendwann macht sie nicht mehr diese süßen Babygeräusche beim Wickeln, beim Schlafen.. .dieses Knurren und Quietschen und Seufzen… irgendwann wird sie nicht mehr so wundervoll sichtbar träumen und ich werde ihr nicht mehr dabei zuschauen können. Denn irgendwann ist sie groß wie der Babyboy… und dann ist das alles schon sooo lange her.

Und während ich diese hier schreibe, kam gerade wieder dieses süße Seufzen im Schlaf.

Irgendwann werde ich nicht mehr von oben bis unten mit diesem weit geöffneten Mund abgesucht, auf der Suche nach einer Runde Milch. Wirft sie ihren Kopf gegen mich, auf der Suche nach etwas zum Andocken. Höre ich dieses Schlucken beim Trinken. Schläft ein Kind an meiner Brust ein. Ich konnte mir ja nicht mehr vorstellen, dass ich gerne stille… nun genieße ich es! Meine Maus so nah zu haben!

Leute, ich werde so sentimental!

Beim Babyboy war ich das noch nicht, weil ich vielleicht gefühlt habe, dass doch irgendwann noch ein Kind kommen könnte. Aber wir sind uns so einig, zwei Kids werden es bleiben.

Aber ich werde mein Baby vermissen! Weil ich weiß, dass ich keinem Baby mehr so nah kommen werden.

Und ich weiß, dass ich all das nicht festhalten kann. Auch Erinnerungen werden verblassen. Ich habe soviel vergessen, von dem was ich gerade wieder so genieße. Auch die MiniMiss hat mich wieder mit Dingen überrascht, die ich auch beim Babyboy kannte, aber vergessen hatte.

Ihr Lieben, auch, wenn ihr anstrengende Babies habt, es ist alles nur eine Frage der Zeit und Dinge werden sich ändern. Versucht, das Beste daraus mitzunehmen, denn ihr werdet auch die positiven Erlebnisse nicht mehr wiederbekommen. Die Zeit rast bekanntlich!

Hach, ich küsse die Kleine nun noch einmal und schaue sie einfach nochmal die nächsten Momente einfach nur an! Mein Tragebaby. Wie ich die Babyzeit schon jetzt vermisse.

2 Comments

  • Sehr schön geschrieben! Es ist doch toll und praktisch, dass du deine Gedanken nieder schreibst. Somit kannst du später, wenn die Babyzeit vorbei ist, immer mal wieder nachlesen, wie es war und vielleicht das Gefühl noch mal abrufen.
    Meine Kleine ist nun seit einer Woche kein Baby mehr, aber ich genieße nun die „Krabbel- und Entdecker-Zeit“ fast noch mehr als die Babyzeit. Dennoch schaue ich immer wieder gern in mein Tagebuch und lese die ersten Tage mit ihr nach. Dabei kommt auch dieses wohlig warme Anfangsgefühl immer wieder zurück. 😍

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