#MissBBonTour // Unsere Karibik Kreuzfahrt mit Kindern / Teil 2

Es ist an der Zeit, Euch noch ein bisschen mehr von unserer Karibik Kreuzfahrt mit Kindern zu erzählen, oder? Denn schließlich habe ich Euch ja nach Teil 1, der ja irgendwie etwas “strange” war, einfach so stehen lassen. Mit den Erzählungen des überhaupt für uns allerersten nicht so schönen Tages auf hoher See. Aber wenn ihr die Stories live von Bord mit verfolgt hattet, dann werdet ihr festgestellt haben, dass diese nicht von jemanden gefilmt worden waren, der keinen Bock aufs Bord-Leben mit 1.000 Grannies hatte, sondern von jemandem, der zum Kreuzfahrt-Fan wurde. Nämlich von mir. Im Kreuzfahrt-Neuling-Fan-Club. Und das zusammen mit dem Babyboy und dem Liebsten, der MiniMiss war’s noch egal, Hauptsache es gab Milch.

Essen an Bord

Wie es zu dem Sinneswandel kam? Nach dem “Neu-an-Bord-Schock” des ersten Tages, meiner Seekrankheit und Co, startete Tag 2 auf hoher See nämlich richtig toll. Mit einem riesigen Frühstückbuffet mit ALLEM, was das Herz begehrte! Mit Ausblick aufs offene Meer. Frühstücken über den Wellen Dank bodentiefer Fenster.

Selbstredend hatte ich auf dem Weg zum Frühstück schon eine Trillion mal beantwortet, wie alt das Baby denn sei und ob es “her first cruise” ist. Aber das war mir egal, denn ich war nur happy! Nicht nur seekrank-geheilt, sondern richtig hungrig und begeistert. OMG, was für eine Auswahl. Und ich nahm mir vor, die nächsten zwei Wochen weder Käse- noch Marmeladenbrötchen & Co zu essen, sondern nur Sachen, die ich Zuhause nicht frühstücke. Und ich zog es durch. Die ganzen 14 Tage über landeten Dinge wie French Toast, Pancakes, Waffles, amerikanische Frühstücksflocken, Kokos-Joghurt und Unmengen an frisch geschnittenem Obst auf meinem Teller. Mein Liebling war French Toast mit Kokos-Joghurt, Ananas, Beeren, Mandeln und Walnüssen. So lecker! Es gab Stationen, da wurden Omelettes gemacht, English Breakfast zubereitet, es gab eine Bäckerei (übrigens werden alle Sachen an Bord selbst gebacken), es gab eine Station für Gäste, die laktosefrei, vegan,… essen… Hach, also das Frühstück war mega! Und ohne Aufpreis konnte man es sich sogar aufs Zimmer kommen lassen – was wir einmal genossen hatten, als wir einen frühen Landtag hatten und deshalb in Ruhe auf dem Balkon frühstücken wollten, ohne schon fertig zu sein müssen.

Aber das lecker, das galt auch für den Rest der Verpflegung. Fast (oder sogar?) rund um die Uhr konnte man sich übers Schiff essen. Vom besagten Frühstück über Eiscreme, beste Burger an der Burgerstation in der Pool-Area, Pizza oder Salat an der Snackbar bis hin zum großen Buffet im Buffet-Restaurant (mit Pasta-Station, Salat-Station, Sushi-Station….) in der Mittagszeit oder gesetztem Essen im Dinner-Room. Dort gab es dann auch eine Teatime. Und damit meine ich nicht so: Kaffee und Kuchen, sondern British auf einer Etagere, mit Macarons, Küchlein und Gurkensandwiches. Jedoch gab`s im Dutch-Café auch Poffertjes, Crêpes… Hach, diese Entscheidungen. Und am Abend konnte man im Buffetrestaurant speisen, im Dinner-Room oder aber in den anderen Spezialitäten-Restaurants, eines davon sogar vom Sterne-Koch bekocht. Wir verliebten uns in den Italiener an Bord, genauso toll war aber auch das asiatische Restaurant. Was soll ich sagen. Kulinarisch wirklich, wirklich ein Highlight! Ihr seht, ich komme mit dem Erzählen gar nicht hinterher und habe bestimmt noch was vergessen.

Unsere Kabine

Kommen wir mal zurück zu unserer Kabine. In der ersten Woche waren wir auf besagtem Deck 4, in Woche 2 zogen wir dann auf Deck 6. Die Zimmer jedoch von der Ausstattung die gleichen. So Kabinen sind eben klein, aber intelligent gelöst. So gab’s ein großes gemütliches Doppelbett und darüber ein in der Decke integriertes Bett, welches jeden Abend von unserem Room-Steward ausgezogen und für den Babyboy vorbereitet wurde. Die MiniMiss hatte ein Babybett. Neben den Betten waren im Raum unzählige Fächer, Schränke und Schubladen, dazu ein Schreibtisch, ein Sessel und ein Stuhl. Da wir ein Zimmer mit Balkon hatten, hatten wir eben einen Balkon und dort zwei Stühle und einen Tisch. Das Bad klein, aber sehr sympathisch und intelligent eingerichtet. Eine Walk-in Dusche, Regale an den Wänden… Nachdem wir uns richtig einrichteten, hatten wir dann auch genug Platz im Raum. Die Koffer kamen unters Bett, alles andere verschwand in den Schränken. Nur den Kinderwagen, den konnten wir nicht im Zimmer parken. Tagsüber ließen wir ihn auf dem Gang, nachts wurde er vom Room-Steward zu einer ausgemachten Uhrzeit abgeholt, in einer Kammer geparkt und am nächsten Morgen stand er wieder vor der Tür.

Magic Hands – unser Room Stewart

Jetzt habe ich mehrmals das Wort Room Steward geschrieben. Who is he?

He is Mr Magic! Bzw es waren zwei davon. Zwei für jeweils eine bestimmte Menge an Kabinen. Und ich möchte sie nicht missen, denn sie haben den Aufenthalt so besonders gemacht! Durch all die Dinge, die passiert sind, wenn wir nicht in der Kabine waren. Am Morgen wurden die Zimmer gemacht, das Bett vom Babyboy wurde abgebaut, es wurde geputzt und sogar Eis wurde in den Eiswürfel-Eimer gepackt. Unser Steward wusste auch auf Nachfrage, wann es für uns zum Abendessen ging und wirbelte dann durch unser Zimmer. So schien es. Das Bett wieder gemacht, das vom Babyboy aufgebaut, die Vorhänge geschlossen, das Bad nochmal aufgefrischt, die Ledermappe aufs Bett gelegt, in der all Infos für den nächsten Tag steckten – samt Schoki. Ein Service außer Konkurrenz! Und immer nett, herzlich und aufmerksam!

Und was haben wir den ganzen Tag an Bord gemacht?

Das Schiff war kein Freizeitpark-Schiff, wie manch anderes Schiff, welches wir in den Häfen sahen. Und anfangs fanden wir das auch etwas schade, aber hinterher gar nicht mehr so.

Aber von vorne! Unterhaltung an Bord / Kreuzfahrt mit Kindern

Auf dem Schiff gabs viel zu Entdecken. Auf mehreren Decks kümmerte man sich nicht nur darum, dass niemand, aber wirklich niemand zu keiner Zeit verhungern würde, sondern auch dass es immer was zu tun gab. Es gab ein großes modernes Fitness Center direkt an der Schiffs”Schnauze”, so dass man auf dem Laufband laufen und dabei aufs Meer schauen konnte. Es gab ein Spa, einen Wellness-Bereich, zwei Pools (einen Adults Only), es gab Kursräume (mit Kursen, die jedoch eher für die älteren Gäste waren), es gab Kino-Vorführungen, Vorträge, verschiedenste Workshops rund ums Essen und Trinken, Shows am Abend, Musik, Bingo,… ach, ich weiß gar nicht, was es nicht gab. Einfach jeden Tag viel zu entdecken und erleben. Unser Programm war dagegen relativ simpel. Entweder Pool mit den Kids oder Spiele an Deck – denn dort gab es einen Fussball-Basketball-Court, dazu wurden wir zu begeisterten Shuffle Board Spielern. Abends waren die Kids dann doch oft zu müde, so dass wir nach einem ausgedehnten Dinner oft aufs Zimmer gingen. Die Männer waren immer mal wieder im Fitness-Center, ich gönnte mir einen Besuch beim Bord-Friseur, der wirklich gut war und mir direkt ein super Produkt empfahl 😉 #funfact

Alles war sauber, angenehm und immer etwas mehr, als erwartet. Gewärmte Handtücher am Pool, Tee und Wasser mit Zitrone im Meditationsraum…

Und die Landgänge? // Kreuzfahrt mit Kindern

Wir waren 14 Tage unterwegs, davon hatten wir 4 Seetage bzw An- und Abreise und je Woche 5 Tage, an denen wir an Land waren.  An den Seadays gab es viel Programm an Bord, der Kidsclub hatte geöffnet und wir verbrachten die Zeit zwischen Frühstück und Vormittagskaffee, Lunch und Nachmittagskaffee, Abendessen und Drinks, Pool und Shuffleboard, Basketball und Fitnessstudio, Quatschen und Chillen.

Auch schön, Seetage, aber noch besser, die Landtage. Auch mit Kids, auch mit 2 Kids! Bequemer reisen kann man nicht. Denn egal, wo man anlegt, das Schiff ist ja immer im Hafen oder ankert im Meer und man kann jederzeit mit Beibooten zurückgebracht werden, sollte man dringend etwas brauchen.

Für uns hieß es an den Landtagen zuerst: den Kinderwagen beladen (Badesachen, Badetücher, Wechselklamotten, Snacks für die Kids, Drinks und für den Babyboy einen Ball). Wie praktisch einfach so ein Kinderwagen ist. Man muss nichts tragen und hat dennoch alles mit dabei. Die Landgänge waren immer zu unterschiedlichen Zeiten möglich. Mal war die Brücke erst um 11 Uhr geöffnet, mal schon um 8. Und dann hatten wir mal Zeit bis 15 Uhr, mal Zeit bis 23 Uhr. Man konnte über das Schiff Ausflüge buchen – und da gab es eine ganze Menge – aber wir hatten keinen einzigen gebucht 😉 Denn wir wollten die Orte auf eigene Faust erkunden. Ihr kennt mich ja: ich will die schönsten Cafés finden, den schönsten Strand, unabhängig sein, ein bisschen bummeln… Sightseeing. Und so war der Rest vom Schützenfest unserer kleinen Reisegesellschaft auch – mal zogen wir zu siebt los, mal unabhängig voneinander, da unsere Freunde Schnorchel-affin waren, und deshalb ein paarmal auf eine Bootstour ohne uns gingen.

Wir waren auf Jamaika, wo wir am Hafen einen super Fahrer fanden, der uns den ganzen Tag über “sein Jamaika” zeigte, in San Juan, wo wir erstmal heavy Drogerie Shopping machten, um Vorräte aufzufüllen, dann einen großen Spaziergang durch die wunderschöne Stadt, mit vielen Stopps auf die ein oder andere Runde Food und Drinks, auf Cozumel in Mexiko von wo aus wir auf eigene Faust mit der Fähre nach Playa del Carmen fuhren und dort einen Day Pass in einem tollen Hotel mit Beachclub kauften, um dort zu chillen, baden und essen – am Abend aßen wir in einem Restaurant, das komplett offen war, mit einer Küche auf dem Bürgersteig quasi, samt Stromausfall in der ganzen Stadt für 10 Minuten – wir waren auf den Bahamas und badeten in glasklarem Wasser, wir waren auf den Turks und Caicos, in St. Thomas, wo wir eine ganz wunderbare Big Mama Stadtführerin hatten, die einfach so herzlich und toll war,.. hach, es war einfach schön!

Natürlich ist es komisch, wenn 3.000 Leute auf eine Insel “einfallen” – aber immer wieder sagte man uns (klar, müssen sie, aber es klang schon ehrlich): Sie bringen uns Jobs – hier leben alle vom Tourismus.

Und die Kids? Super! Die MiniMiss wechselte zwischen Kinderwagen, Trage und Chillen im Sand, fand es schön, im Meer zu planschen, wurde immer wieder gestillt und machte alles mit. Für den Babyboy hatten wir stets das Buggyboard dabei, gestaltenen auch das Programm für Große immer wieder kinderfreundlich (Eisessen, Fussball spielen, ein Abenteuer entdecken, gegen die Wellen kämpfen), so dass keine Langeweile aufkam.

Ich könnte noch stundenlang erzählen. Von Alan an Bord, dem People Manager, der uns Geschichten aus dem Crewleben erzählte, von all den Orten, die wir ansteuerten, von der Ausschiffung, von lustigen Vorkommnissen, von der Kitchen Tour an Bord… aber ich glaube, ihr habt einen tollen Eindruck bekommen.

Mein Fazit: Wir wünschen uns, bald wieder an Bord gehen zu dürfen. Auch der Babyboy fragt, wann wir wieder auf ein Schiff gehen. Die Zeit war einfach schön! Und das nach dem ersten Tag an Bord, der ja alles andere als rund lief! Das einzige, was ich mir aktuell schwieriger vorstelle ist, dass die MiniMiss gerade in ihrer Sturm- und Drangzeit ist. Damals auf dem Schiff konnte sie gerade mal sitzen, nun kann sie krabbeln, will laufen und sie gibt’s in keiner Minute in ruhig, außer sie ist im Kinderwagen oder Hochstuhl. Ein interessantes (anstrengendes) Reisen, bis das “Verstehen wollen” einsetzt und Gefahren erkannt werden 😉

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