#Lifestyle // Bodengate2019 – auf dem Weg zu Parkett, Beton und Vinyl

(Werbung) Bodengate2019! Hätte man einen Teil des Bauherren-Seins mit einem Untertitel versehen müssen, dann wäre es wohl dieser gewesen! Haben wir uns relativ schnell für Badezimmer-Fliesen, Waschbecken, Armaturen und „wohin gehört welcher Lichtschalter“ entschieden, soviel weniger schnell haben wir uns entscheiden können, wie wir den Fußboden kleiden möchten. In Holz? Stein? In Vinyl, Laminat, Teppich, Fließbeton oder Fliesen?

Alles kann, nicht muss. Alles möglich, oder doch nicht?

Am Anfang stand ja überhaupt die Frage: ja, was denn eigentlich?

Ich weiß nicht, wieviele Pinterest Bilder ich zum Thema gesichtet habe. Wieviele Ratschläge ich gehört und eingeholt habe. In wievielen Parkettstudios, Fliesenzentren, Natursteinzentren, Teppichgeschäften und Co wir waren.

Und wie oft wir unsere Meinung gewechselt hatten.

Wir sammelten, was uns gefiel und besprachen unsere Optionen.

Für den Wohnbereich standen Fließbeton, Landhausdiele und Stäbchenparkett zur Auswahl. Mein Favorit eine helle Landhausdiele, der Herr war eher für die beiden anderen Optionen. Fliesen im Wohnbereich sind nicht meins, Vinyl und Laminat schlossen wir ziemlich schnell aus aus, da wir uns in einer Sache schnell einig waren: wenn Holzoptik im Wohnbereich, dann echtes Holz.

Drei Möglichkeiten, hach, hörte sich das einfach an. Nur noch entscheiden. Zwischen den drei Möglichkeiten.

Aber ich würde nicht Bodengate sagen, wenn ich es nicht so meinen würde.

Wir fuhren in ein großes Holzzentrum. Und stellten schnell fest: Das, was wir uns wünschen würden, ist teuer. Und wir lernten, Landhausdiele ist nicht gleich Landhausdiele. Gewachst, geölt, lackiert, gekälkt, mit Kit, der eine dunkelt nach, der andere wird gelblich, den einen pflegt man so, den anderen so und, und, und… in einer relativ beeindruckenden Live-Demonstration sahen wir, was passiert, wenn man einen schweren Holzklotz auf lackierten Boden fallen lässt und was, wenn man ihn auf geölten fallen lässt. Geölt verzeiht mehr. Geölt ist aber pflegeintensiver. Wir lernten von fließend und schwimmend verlegtem Boden… von den unterschiedlichen Trägermaterialien, von Nutzschichten und ach, einfach eine Wissenschaft. “Ich und mein Holz.”

Mit diesem neuen Wissen fuhren wir nach Hause. Und kontaktierten den Fließbeton Menschen. Sein Fazit zu unserer Idee: „Erdgeschoss, dann auch noch Durchgang zum Garten, Kinder… nicht zu empfehlen. Und im Flur erst recht nicht! Zu empfindlich… und teuer.“

Ich fuhr in drei Holzhandel-Zentren, um herauszufinden, wie wir zum Stäbchenparkett kommen würden, denn das haben Freunde und dort fanden wir es immer schön. Ich ließ mich beraten. Das Verlegen teurer, das Material günstiger als bei einer Landhausdiele. Langlebig und unempfindlich, deshalb auch oft in öffentlichen Räumen zu finden.

Aber plötzlich gefiel mir das unruhige nicht mehr. Das gelbe. Und wie sollte das überhaupt zur Holztreppe passen? Hach, vom Fan wurde ich zum „Ich bin mir nicht mehr sicher“.

Und langsam kamen wir zur Landhausdiele. Aber welche? Und wohin überhaupt?

Mein Plan: in den Wohnbereich – und in den Flur und Küche Fliesen.

Die Suche nach Fliesen ging los. Ich wollte nicht die typischen 60×60 Fliesen, sondern etwas anderes. Spontan kam die Idee von einem Vintage-Fliesenspiegel-Teppich im Flur ins Parkett integriert. Oder aber eine „Monsterfliese“ – 1,70×1,20, wie wir sie im Natursteinzentrum fanden. Unser Flur, nicht so groß, so dass wir sie fast fugenlos hätten verlegen können. Aber je größer die Fliese, desto teurer die Fliese und der Stundenlohn des Verlegens. Das war mir erst suspekt, aber mir wurde erklärt: Je größer die Fliese, desto akkurater muss verlegt werden (der Boden geglättet, so dass sie 100% gerade liegt, das kostet Zeit, Nerven und somit Geld).

Aber nochmal zurück zum Holz. Im Trillionsten Parkettstudio auf der Suche nach unserem Traumboden, wurde uns geraten, den Parkett auch in die Küche zu legen, da wir so keinen Übergang hätten. Holz in die Küche… puh, musste man mich erst überzeugen.

Und noch immer war der Flur ohne Bodenbelag.

Und in den wenigen Auszeiten im Leben einer Mama & Hausbauerin, da ging ich Kaffee trinken, shoppen, Kaffee trinken, shoppen…und in 90% aller hippen Cafés und Shops ein Bodenbelag: Fließbeton! WHAT? Wo täglich Hunderte ein- und ausgehen. Ich machte kurzen Prozess und präsentierte dem Liebsten meine Wahl: der Flur wird auch ein Hipster- *lach Flur! Denn das würde einfach perfekt zum Industrieglasfenster passen, würde super mit den Fliesen im Bad harmonieren und auch zum Holz passen! Bähm! Und wenn es „used“ aussehen würde? Auch das würde zum Rest passen, da machte ich mir keine Sorgen.

Und der Rest? Also Wohnbereich und Küche – um mal nur beim Erdgeschoss zu bleiben. Über Instagram kam ich mit dem Team von MeinBodenbelag in Kontakt. Ein großes Bodenbelags-Zentrum in Baden-Württemberg, die aber auch einen tollen Online-Shop haben. Und was soll ich sagen. Nach einer 1stündigen Beratung am Telefon voller Herzblut, Tipps, Fachwissen, Austausch, da waren zwei Muster auf dem Postweg zu mir! Einmal zum Einstiegspreis und einmal etwas höherwertig.

Der Liebste und ich waren gespannt, sollte unser Boden vom Briefträger geliefert werden?

Ich löse es gleich auf!

Denn es gab da ja noch einen Raum, der nach einem Boden lechzte. Das Schlafzimmer! Der Liebste wollte Teppich, ich war nicht abgeneigt und somit bekam er den Zuschlag. Genauso wenig, wie ich jemals Parkett gekauft hatte, hatte ich Teppich gekauft – wo kauft man den? Wir schauten mal im Baumarkt, aber das war nicht so meins. Letztendlich fanden wir unseren Teppich in einem Teppich- und Farbenfachgeschäft, wo er leider nicht lieferbar war, so dass ich ihn letztendlich online bestellen musste. Schade, ich hätte ihn gerne lokal gekauft. Wir entschieden uns für einen fast weißen, nicht allzu langflorigen weichen Teppich.

Zurück nach unten, ins Erdgeschoss und in das erste Obergeschoss. Die Parkettmuster kamen an. Und YES, der höherwertige Boden bekam den Zuschlag! Denn nicht nur, dass er in Farbe, Haptik und Optik einfach perfekt war – es hieß, dass sämtliche Dielen so schön sortiert seien. Oft präsentieren Geschäfte die Sahnestücke aus der Produktion, obwohl auch andere Schattierungen in der Packung sind. Unser Boden: Puderbach Parkett weiß geölte Landhausdiele Eiche country – weiß geölt, astarm, 18,9 cm breit, 1,86m lang! Von MeinBodenbelag! Fürs Erdgeschoss samt Küche und die komplette erste Etage! (solltet ihr den Boden auch kennenlernen wollen, dann könnt ihr auch ein gratis Muster bestellen. Und wenn ihr ihn komplett wollt, dann bekommt ihr mit MissBB15 15 % Rabatt auf den Boden und auf unsere Kellerboden unten :))

Nach Wochen voller Recherche und Diskussion, vielen gefahrenen Kilometern zu Parketthändlern und einem großartigen Gespräch mit MeinBodenbelag, war das Bodenbelaggate2019 fast abgeschlossen.

Parkett LandhausdieleParkett Landhausdiele

Fast, denn: Und in den Keller?

Wir überlegten zwischen Laminat, Vintage Fliesen (mein Favorit), Vinyl oder PVC, vielleicht sogar gar keinem?

Letzteres kam für mich nicht in Frage. Ein schöner Keller und dann nackter Beton? Zu dunkel, zu ungemütlich. Vintage Fliesen -mein Favorit, aber der Stundenlohn viel zu teuer, PVC – ja, aus Kostengründen ließen wir uns ein Angebot schreiben, bis ich Laminat in Landhausdielenoptik fand. Denn ich fand es so komisch. Oben tollster Boden, dann geht man die Eiche-Treppe runter und landet auf PVC? Beton? Die Optik des Laminats war schon toll.

Ich fragte nochmal bei MeinBodenbelag an. Laminat im Keller – nicht die beste Wahl, ob möglicher Feuchtigkeit. Vinyl mit Trittschalldämmung, das wäre weicher, leiser, wärmer und gegen Nässe geschützt. Es gäbe da einen tollen Boden im Eiche-Look. Den Solid Core Click-Designboden Agave inklusive Trittschalldämmung.

Und was soll ich sagen? Er liegt! Und ergänzt unser Bodenkonzept perfekt! Dazu ist er super unempfindlich und ein toller Boden, um darauf im Tobekeller zu spielen! Und im Vorratsraum, da kann man auf ihm auch super Getränkekiste hin- und herschieben, Werkzeugkisten auspacken… ohne das man Kratzer fürchten muss. Nur der Heizungs-Waschkeller ist „nackt“. Hier ließen wir den Beton einfach „versiegeln“, so dass man gut fegen und putzen kann, aber sonst keinen Bodenbelag hat. Denn dort braucht man ihn nicht, finde ich. Hier ein Blick in unseren Kellerflur (und ein pssst zu allen Fotos, auch wenn wir schon ziemlich weit fortgeschritten und fertig sind, so überseht die Ecken, die doch noch nicht 100% sind… irgendwann, da haben wir alles geschafft! :))

Vinyl Keller

Und eine Sache fehlte noch Die Fußleisten! Von oben bis unten entschieden wir uns für weiß, höhere, eckige Fußleisten. Im Keller und in allen anderen Etagen. Überall weiß und eckig. Auch in der Teppichbodenetage.

Voilá! Bleibt mir nur noch zu sagen: ich hoffe, auch auf lange Sicht haben wir uns für das richtige entschieden! Ich bin auf jeden Fall super happy mit der finalen Auswahl. Die Landhausdiele verpasst dem Look keinen festgelegten Stil, was ich super finde! Hätten wir sie sehr rustikal genommen, dann hätten wir immer diesen Look gehabt. Wir wollten sie deshalb hell und möglichst astfrei, um sie neutral zu halten. Um den Stil durch die Einrichtung zu geben, nicht auf Jahre über den Boden festlegen zu lassen.

Parkett Landhausdiele weiß geölte Landhausdiele weiß geölte Landhausdiele

Und ich liebe die Haptik, die Optik. Nur muss dennoch eines gesagt werden, astfrei heisst auch, dass der Boden Flecken weniger verzeiht, als ein dunklerer astiger Boden. Er braucht mehr Pflege (er musste nach dem Verlegen geölt werden (!!! wir haben das etwas zu spät getan). Wenn man ihn monatlich gut pflegt und mit der Holzbodenseife reinigt, dann muss man ihn erst nach ein paar Jahren wieder grundreinigen und ölen lassen, um lange Freude an ihm zu haben. Und wenn mal ein fettiges Stück Käse, Pizza oder was auch immer auf der Erde landet, dann schnell aufheben. Aber was tut man nicht alles für die Optik 😉 Vielleicht hätte ich ihn final nicht unbedingt in die Küche gelegt, hier ist meine Sorge, dass er einen Schaden davontragen könnte, immer etwas größer… aber aktuell gings gut 😉

Parkett Landhausdiele

Aber auf den Fotos könnt ihr vielleicht sehen, wie schön er ist! Ich kann mir unser Haus gar nicht dunkler und rustikaler vorstellen.

Ach, und nun zeige ich Euch auch noch schnell, was im Flur passiert ist. Denn dort haben wir den Estrich verfeinern lassen und den von mir so gewünschten Industrielook kreiert. Und was soll ich sagen. Perfekt. NIcht nur ein erstaunlich weiches Gefühl beim Drüberlaufen, ich finde es passt auch einfach super zum Holz und Stahl der Tür. Ich bin happy mit allen Boden-Entscheidungen und #bodengate wurde zum #happyboden

Fließbeton

1 Comment

  • Liebe Jana,
    Deine ganzen Infos sind Gold wert. Ich habe immer wieder gedacht wie schön euer Boden aussieht. Wir bauen auch bald und haben einen ähnlichen Geschmack 😊
    Gibt es auch noch einen Tipp wo man den Estrich verfeinern lassen kann? Hat das euer Estrichleger gemacht?

    Lieben Dank und viele Grüße, Isabell

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