#missbbontour // Berchtesgaden mit Kindern

(Werbung ohne Auftrag) Ganz schön spontan und ohne groß zu planen, haben wir Urlaub in Berchtesgaden mit Kindern gemacht. Das fand ich in zweierlei Hinsicht ganz wunderbar, denn zum einen wohnt meine Cousine seit fünf Jahren dort, zum anderen sind dort Berge, und ich bin einfach so, so fasziniert von den Alpen, dass ich mich ab Buchung auf die Reise gefreut habe. Wir verreisen ja wirklich gerne mit Freunden samt deren Kids oder auch ohne, dieses Mal ging’s jedoch nur für uns vier auf Reisen. Mit dem Auto, was ab Bonn 700 km sind.

Los ging’s am Abend direkt nach dem Abendessen und das mit dem Ziel vor Augen: wir fahren heute soweit, wie wir kommen. Gegen 21 Uhr wussten wir, dass wir es nicht mehr bis Berchtesgaden schaffen würden und buchten so ein Hotel direkt an der Autobahn bei München, das wir gegen Mitternacht erreichten. So konnten wir ausschlafen, noch gemütlich frühstücken und kamen dann 2 Stunden später in Berchtesgaden an.

Schon die Fahrt dorthin, nach dem Verlassen der Autobahn (das müsst ihr bei Bad Reichenhall tun, solltet ihr keine Maut-Plakette für Österreich haben, denn die Route geht sonst kurz durch Österreich und wenn ihr ohne Plakette erwischt werdet, wird es richtig teuer), war einfach schön. Es lag Schnee, die Berge einfach majestätisch, die Ortschaften, die Ausblicke.. hach, da kamen fast nochmal Weihnachtsgefühle auf.

In Berchtesgaden, das in der Nähe von Salzburg liegt und ca 7.600 Einwohner hat, angekommen, hatten wir schon wieder Hunger. Und fuhren gen Markt, so heisst das Zentrum dort. Der Gasthof zum Neuhaus bekam direkt unsere Aufmerksamkeit, weil er einfach so “typisch” für die Berge aussah. Draußen im Biergarten standen schwere Holzbänke mit “Schaffellen” drauf, Gäste, saßen dick angepackt im Freien, die Sonne und ihr Essen genießend… dazu die Berge im Blick. Ob der Kids gingen wir jedoch rein, damit sie sich nach der Autofahrt im Warmen bewegen konnten. Dennoch hatten wir auch von dort die Berge im Blick und die Sonne im Gesicht. Wir bestellten Salat, die Jungs Schnitzel, dazu ein alkoholfreies Bier. Irgendwie ein Ritual des Liebsten und mir. Das erste Getränk in den Bergen: ein Bier. Nach dem Essen spazierten wir noch kurz durch das kleine Zentrum, dann ging es weiter.

Berchtesgaden mit Kindern

Nachfolgend möchte ich Euch nun gerne einen Überblick zur Inspiration geben, was wir in einer Woche in Berchtesgaden bei unterschiedlichsten Wetterverhältnissen mit den Kids gemacht habe.

Berchtesgaden mit Kindern

Skischule Watzmann / Berchtesgaden mit Kindern

Der Babyboy hatte so gut wie nur eines im Sinn. Skifahren. Nach zwei Tagen Skikurs im Sauerland, war er so heiss auf Skifahren in den Bergen, dass er schon am Tag der Ankunft sofort fahren wollte. Und somit meldeten wir ihn direkt in einer Skischule an. Und das am Jenner, einem der Berge rund um Berchtesgaden, der erst vor kurzem mit einer modernen Kabinenbahn und moderner Gastronomie ausgestattet wurde. Die Skischule Watzmann befindet sich an der Talstation und die Kids haben einen eigenen Hang mit Zauberteppich und Ankerlift. Es gab kleine Gruppen, nach Können eingeteilt und die Kids fuhren von 10 – 12, dann von 13 – 15 Uhr.

Berchtesgaden mit Kindern skischule

In der Mittagspause war Elternzeit, sonst wurden die Eltern quasi “entlassen”. Der Babyboy hatte mit Michi eine super Skilehrerin und war Feuer & Flamme. An Tag 2 fuhr er nach der Skischule tatsächlich direkt mit dem Liebsten den Jenner ab der Mittelstation runter und war stolz wie Oskar. Am dritten Tag fand die Skischule aufgrund des Wetters nicht am Jenner, sondern am Obersalzberg statt. In Sachen Gebiet fand ich das sogar noch besser für Anfänger – aber für die Eltern, die ja nicht wirklich von der Skischule wegkönnen (weil sie in der Mittagspause wieder dort sein müssen), ob der nicht so tollen Gastro dort eher semi-gut. Rund um den Jenner hingegen gabs viele tolle Sachen, um zu essen, zu gucken, zu spazieren oder um einen Kaffee zu trinken (die nachfolgenden Bilder alle vom Jenner)

Berchtesgaden mit Kindern

Leider schmolz der Schnee an Tag 3 unseres Aufenthaltes erst einmal weg und Regen folgte. Und somit hieß es für uns, alternativ ein Regenprogramm zum Schneeprogramm aufzustellen. Zwei Dinge standen für uns auf dem Plan:

Haus der Berge / Berchtesgaden mit Kindern

Ich im Museum? Im Leben nicht… tatsächlich bin ich nicht der Typ, der Museen nicht so wirklich mag. Vielleicht habe ich den Zugang noch nicht dazu gefunden, aber bislang langweilt es mich oft. Weshalb ich auch sehr selten mal im Museum bin. Auf der Recherche in Sachen Regenprogramm fand ich jedoch auch das Haus der Berge in Berchtesgaden und es hörte sich eigentlich ganz gut an.

Und was soll ich sagen? Ich würde nochmal gehen! Samt Liebsten und Kids! Das Haus der Berge ist neu, modern und vermittelt auf soviele Arten und Weisen Wissen rund um die Berge, dass es einfach toll, interessant und lehrreich ist. Im Großen und Ganzen geht es um die Entstehung der Berge, um die Tiere dort, um Höhlen und das Leben auf Hütten, um die Jahreszeiten, und, und, und… Das alles ist zum Anfassen, Mitmachen, Lesen, Entdecken, Zuhören oder Anschauen. Sagen rund um die Berge kann man sich als Geschichte in einer Hütte anhören, was dem Babyboy so gut gefiel, dass er dort mehrmals hinwollte. Alles rund um Höhlen erkundet man in einer Höhle mit Taschenlampe, und das Leben oben auf dem Berg lernt man kennen, in dem man wirklich “aufsteigt”. Am Ende wartet ein “Kino” in dem Filme und Dokus laufen. Wirklich toll!

Berchtesgaden mit Kindern Haus der Berge

Genauso toll und das überraschenderweise, denn auf Erlebnis-Gastro (zB eines Museums….) gebe ich nur selten etwas, das angrenzende Restaurant Spiesbergers Alpenküche. Richtig, richtig gut! Die Jungs schwärmten vom Schnitzel, ich von den Kaaspressknödeln, vom Salat mit Bergkäse und wir alle vom Kaiserschmarrn. So sehr, dass wir tatsächlich 2x dorthin fuhren. Also wirklich zu empfehlen. Auch mit Panorama-Aussicht.

Berchtesgaden mit Kindern essen gehen

Watzmann Therme / Berchtesgaden mit Kindern

Einen weiteren “nassen” Morgen verbrachten wir in der Watzmanntherme in Berchtesgaden. Ein Schwimmbad mit großem Becken mit Strudel, einem Kinderbecken mit kleiner Rutsche, eine Abenteuerrutsche für alle, ein Sportbecken und zwei Solebecken, eines davon Outdoor. Und immer wieder der Blick in die Berge. Es gibt auch eine Saunalandschaft, aber dort waren wir ob der Kids nicht. Das Bad ist angenehm, nicht so groß und schön warm für die Kids. Wir blieben zwei Stunden, was für Angebot und mit Kindern völlig ausreichend war.

Berchtesgaden mit Kindern

Wandern am Königssee – Malerwinkel Rundwanderweg / Berchtesgaden mit Kindern

Hach, meine Cousine ist so eine Wanderin, und bei all ihren Geschichten, da hätte ich am liebsten auch einen Rucksack gepackt, und die Bergwelt so richtig kennengelernt. Das ging natürlich nicht, aber immerhin gings mit ihr eine kleine Tour den Berg hinauf. Kinderwagen- und Kleinkind-geeignet. Eine ca 45 Minuten lang dauernde Runde den Jenner hinauf (& wieder hinunter), um dann an einem der Aussichtspunkte anzukommen, von denen man einen wunderbaren und bezaubernden Blick auf den Königssee hat. Dort stehen nur ein paar Bänke, aber die Aussicht ist Wahnsinn. Und wenn man dann noch all die Insidergeschichten bekommt, die ich Euch gerne auch erzählen würde, aber das würde den Platz sprengen, einfach perfekt!

Wenn man den Rundweg oben am Jenner startet, läuft man danach ins Tal und kommt hinter den Bootshütten, der E-Boote raus, mit denen man die Bootstour machen kann. Ein bisschen Venedigflair.

Berchtesgaden mit Kindern

Schweinsöhrchen essen bei Zechmeister

Nun gut, kein Programm, das einen ganzen Tag füllt – aber ich will sie nicht unerwähnt lassen. Nur aus Zufall, kaufte ich ob der am Abend nicht mehr so großen Auswahl, ein Schweinsöhrchen beim Bäcker an der Talstation am Jenner. Und es war das erste von 6 weiteren, denn als Belohnung oder am Ende für die Rückfahrt, kauften wir fast jeden Tag ein oder zwei Schweinsöhrchen dort. Denn die waren nicht so knusprig, wie sie es sonst sind, sondern ein Mix aus knusprig und saftig. Mega-lecker! Auch der Milchkaffee dort. Und weil’s dort ein “Alpen”-Schnapserl für 1,50 gab, brachte ich dem Liebsten jedes Mal einen anderen für nach dem Abendessen als Überraschung mit. Einfach nur so, weil ich es lustig fand, irgendwann doch noch einen aus meiner Tasche zu zaubern.

Im hinteren Teil kann man auch sitzen – oder draußen auf schweren Holzbänken und Schaffellen.

Bei der Bobbahn gucken / Berchtesgaden mit Kindern

Auch ein kleines Abenteuer war es, die Bobbahn zu besuchen. Nicht zu einem Wettkampf, aber einfach um beim Training zuzuschauen. Der Babyboy war Feuer und Flamme und es war einfach mal spannend, die Fahrer aus nächster Nähe im Eiskanal zu sehen.

Berchtesgaden mit Kindern – was wir sonst noch machen wollten & das einfach fürs nächste Mal aufheben

Was ich sooo gerne gemacht hätte, aber ob des Wetters nicht ging: Ich wäre so gerne mit dem Elektroboot über den Königssee gefahren, hätte das Trompetensolo gehört und wäre bei der berühmten Kirche St. Bartholomä ausgestiegen. Wir wären gerne die 2,3 km lange Naturrodelbahn Hirscheckblitz gerodelt. Wir sind damals mit dem Babyboy gerodelt und es war einfach so cool! Ich hätte gerne ein verschneites Bild von der Kirche in Ramsau gemacht, ich wollte Salzburg besuchen, hoch auf den Jenner fahren, um dort etwas zu essen, ich wäre gerne auf eine andere Hütte gefahren, wie dem Windbeutelbaron, dem Nutzkaser oder dem Jägerkaser (beides Empfehlungen), ich wäre gerne die Rossfeld Panoramastraße gefahren… OMG! Und nach den Erzählungen meiner Cousine, wäre ich auch gerne zum Obersee (das kann man aber nur im Sommer). Ich merke gerade, wieviel wir nicht geschafft haben und glaube, das war noch nicht einmal alles. Zum einen haben wir es nicht geschafft, weil das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hat (bei Regen brauche ich nicht nach Salzburg), bei Nebel nicht auf einen Berg und das Schiff fuhr an zwei Tagen ob zuviel Wind nicht, zum anderen war die Zeit neben der Skischule des Babyboys knapp. In den jeweils zwei Stunden schafft man kaum etwas, außer es befindet sich im nahen Umkreis.  Aber das Gute ist, dann müssen wir eben nochmal wiederkommen. Denn es war wirklich sehr schön! Nur eines muss gesagt sein: für ambitionierte Skifahrer ist das Gebiet doch eher klein. Für Kids oder mich 😉 perfekt, der Liebste als Pro ist Fan größerer Gebiete.

Hach, ich finde es ja schade, wenn man mit einer “offenen Liste” zurückfahren muss, aber ich bin mir sicher, dass war nicht das letzte Mal! Und hier noch ein Blick auf den Hintersee, den wir an einem Regentag mit dem Auto besucht hatten.

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